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Letzte Änderung:
18.06.2015
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Über Dr. Yahya Bajwa

PERSÖNLICHE DATEN

Geburtsdatum:   12. 9. 60
Zivilstand: Eine Tochter und einen Sohn
Staatsangehörigkeit:   Doppelbürger Schweiz/Pakistaner

AUSBILDUNGSDATEN

1967-74  

Primarschule und 1. Sekundarklasse in Zürich.
1974-80
              
Gymnasium mit Maturaabschluss Typus B im internationalen Internat „Institut Montana“ Zugerberg (www.montana-zug.ch).
1980-82 Medizinstudium an der Universität Zürich.
1982-87
Germanistik-, Anglistik- und Publizistikstudium, mit Lizentiatsabschluss, Universität Zürich.
1988-94
Doktorarbeit zum Thema „Werbesprache – ein intermediärer Vergleich“ an der Universität Zürich.

BERUFSPRAXIS

1981-86 Studentenaushilfe/Universitätsspital Zürich
1983-86
                      
Freie Mitarbeit im Lokalradio und Schweizer Fernsehen DRS, Tutor für Linguistik an der Universität Zürich.
Ab 1986-
Dolmetscher- und Übersetzertätigkeit für verschiedene Bundesämter, Gerichte, Zivilstandesämter, Migrationsdienste.
Ab 1987-2004
Freie Mitarbeit für das Institut für Kommunikationsforschung in Meggen (www.ikf.ch), Universität Luzern.
Ab 1989-
Gründung des eigenen Büros für Kommunikation und Forschung „TransCommunication“
Dolmetscher- und Übersetzungstätigkeit sowie Verfasser von diversen Publikationen zum Themenkreis Islam, Integration, interreligiöser und interkultureller Dialog, Schule in den folgenden Zeitungen: NZZ, TagesAnzeiger, Aargauer Zeitung, WoZ etc. Mitarbeit an verschiedenen Schulbüchern für den Interkantonalen Zürcher Lehrmittelverlag. Als Ausbildner in Spitäler tätig zum Thema „Wie gehe ich mit anderen Kulturen um – am Beispiel Islam“. Tätig als Ausbildner von Befrager und Dolmetscher für das Bundesamt für Flüchtlinge. Dozent an Schulen und Universitäten. Verfasser von verschiedenen Berichten zu Menschenrechtsverletzungen in Pakistan.
1994-96




1994-

Primarlehrer an der Primarschule Rümlang
Intensivunterricht (Integrationsunterricht) der Fächer Deutsch und Mathematik für Kinder von der 1.-9. Klasse (Primar-, Sekundar- und Realschule) für Flüchtlingskinder.

Mitglied AIRAK, Aargauer Interreligiöser Arbeitskreis.

Ab 1996-1999 Religionslehrer am Gymnasium „Institut Montana“, Zugerberg.
Ab 1998-
Mitglied und Mitarbeiter an Forschungsprojekten bei der World Conference on Religion and Peace und der Peace Education Standing Commission. Thema: „Education towards violence-free communication and conflict solution in the context of Israel and Palestine“ und "Friedensinitiativen zwischen Pakistan und Indien" unter Prof. Lähnemann, Universität Nürnberg.
Ab 2000-
Gründung des „Pakistan Information Service“.
Informationen und Gutachten zu Pakistan für NGO’s (UNHCR, SFH, ACCORD, Bundesamt für Flüchtlinge usw.). Anfragen kommen aus ganz Europa.
Ab März 2001-
Eröffnung der ersten eigenen Internatsschule für Waisenkinder und die Ärmsten in Pakistan – Pilotprojekt. Ein sozialpädagogisches Projekt. Weiterarbeit an diesem Projekt. Eröffnung der neuen Schule 2004.
1. September 2001-

Gründung des Vereins "LivingEducation" in Meggen mit Sitz in Baden. Der Verein unterstützt eigene Hilfsprojekte in Pakistan. Siehe dazu www.LivingEducation.org

Ab Dezember 2003-2007

Ab März 2004-Dezember 2004

Ab September 2004-2005

 

Ab Jan 2005-
Sept 2008

Ab Januar 2005-2008

Lehrauftrag ab Dezember 2008-


Seit Februar 2009


Seit September 2009




Oktober 2009



Juli 2010 - September 2012



August 2010-2013

 

Ab März 2011

 

Lehrbeauftragter Hochschule für Wirtschaft in Luzern. Aufbau eines Lehrganges zum Thema „Interkulturelle Kommunikation“.

Lehrbeauftragter für den Nachdiplomkurs "Projektmanagement in interkulturellen Feldern", Institut für Kommunikationsforschung, Meggen, Schweiz / Universität Luzern.

Lehrauftrag "Weltreligionen", Internationales Gymnasium Institut Montana, Zugerberg.



Dolmetscher Bundesamt für Migration (ehemals Bundesamt für Flüchtlinge).


Mitglied der Kerngruppe des Projekts C-04-0665 "Aargauer Schulsystem-Information für fremdsprachige Eltern".


Kantonale Schule für Berufsbildung, Baden.

 

Dr yahya hassan bajwa, Mitglied der Delegiertenversammlung Grüne Schweiz. Siehe dazu:
http://www.grueneaargau.ch/index.php?lng=de&nav=3&pag=21

Wahlen im Vorstand der Grünen Schweiz für die Delegierten für die European Greens. Dr yahya hassan bajwa wurde zum Delegierten gewählt. Siehe dazu: http://www.gruene.ch/web/gruene/de/die_gruenen/europaeische_gruene.html
und http://europeangreens.eu/


Als Einwohnerrat Baden (team baden) gewählt und in den Vorstand Grüne Schweiz. Ab Mai 2009 sass Bajwa bereits im ER in Baden.


Mitglied des Aargauer Grossen Rates, Aarau.

Grossrat, Aarau. Dr yahya hassan bajwa wird in die Kommission für Aufgabenplanung und Finanzen (KAPF) gewählt.


Vorlesung zum Thema "Betriebskunde" an der WISS, Wirtschaftsinformatikschule Schweiz in Zürich. http://www.wiss.ch/


Vorlesung zum Thema "Wirtschaft und Ethik" an der Höheren Fachschule für Marketing (HFMK), Basel. Siehe:
http://www.hkvbs.ch/content.cfm?nav=1&content=3&CFID=2265726&CFTOKEN=53538057

 

Buchpublikationen

Dissertation: „Werbesprache – ein intermediärer Vergleich“ an der Universität Zürich, 1994. Es sind noch Kopien, zum reduzierten Preis von Fr. 25.- zu haben.

Im Zürcher Lehrmittelverlag Mitarbeit an den folgenden Publikationen:
Gott hat viele Gesichter“. Diese Publikation gewann den Silver Award 1996 der Worlddidac Foundation (Basel);

Gott hat viele Namen“ und

Menschen leben in Religionen und Kulturen“. Diese Publikation erreichte an der Frankfurterbuchmesse im Wettbewerb „Best European Schoolbook 2001“ den dritten Platz.
Die Publikation erhielt die Auszeichnung "Blauer Planet 2002" für globales Lernen der Stiftung Bildung & Entwicklung und den Award 2002 der Worlddidac: „Award 2002 of the Worlddidac Foundation has been presented for the Advancement and Development of Excellent and Innovative Educational Materials for the product "Humankind-Religions-Cultures".

"Shalom, Salaam, Pax Vobiscum oder Friedensprojekte in Israel und Palästina" in "Spiritualität und ethnische Erziehung", Johannes Lähnemann (Hrsg.), Pädagogische Beiträge zur Kulturbegegnung, Band 20, Referate und Ergebnisse des Nürnberger Forums 2000, EB-Verlag, Hamburg, 2001.

Im Oktober 2003: „Was der Dialog mit dem Islam bedeuten könnte“ in „Soziale Folgen der Globalisierung“. Ueli Mäder, Claus Daub (Hrsg.), Soziale Folgen der Globalisierung, Verlag Gesowip (Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Publikationen), Basel 2003.

 

Internetpublikationen für World Conference on Religion and Peace

The Pakistani School Textbooks Project
www.evrel.ewf.uni-erlangen.de/pesc/Pak-Schoolbook.pdf

Peace Projects in Israel and Palestine 1999
www.evrel.ewf.uni-erlangen.de/pesc/p99bajwa.htm

Peace Projects in Israel and Palestine 2002
www.evrel.ewf.uni-erlangen.de/pesc/R2001-Israel-Palestine.html

Pakistan – Indian Peace Initiatives
www.evrel.ewf.uni-erlangen.de/pesc/Pak-India-Peace.pdf

Internetpublikationen für Flüchtlingswerke

Publikationen zu Menschenrechtsverletzungen:
Pakistan-Lageberichte ab 1998 für die Schweizerische Flüchtlingshilfe, UNHCR und ACCORD unter http://www.sfh-osar.ch/d/laender/index

 

Interview in der Aargauer Zeitung:

Praktizierender Muslim im Dienste des Bundesrates

Claudia blangetti

Für einmal hat er seinen Helm nicht dabei, Übermittlungssoldat Yahya Hassan Bajwa, 45, geboren in Murree, in der pakistanischen Provinz Punjab, und praktizierender Muslim. Dafür hängt in seinem mit Büchern voll gestopften Büro in Baden eine grosse bunte Fahne: «Pace», und auf dem Pult liegt Hans Küngs «Der Islam». Bajwa ist an verschiedenen Fachhochschulen als Dozent für interkulturelle Kommunikation und in der Lehrkraftausbildung tätig. Daneben arbeitet Bajwa als Dolmetscher für das Bundesamt für Flüchtlinge.

Bajwas Vater kam mit seiner Familie 1962 in die Schweiz und wurde der erste Imam in der Schweiz, in der Ahmadiyya Moschee in Zürich. Sohn Yahya Bajwa wuchs im Gotteshaus auf, besuchte später in Zug dasselbe Internat wie US-Präsidentschaftskandidat John F. Kerry. Der Vater schickte ihn in den Bibelunterricht. Noch vor dem roten Pass mit dem weissen Kreuz traf nach der Einbürgerung das RS-Aufgebot ein.

Erst vor wenigen Tagen hat Bajwa den Dienst quittieren müssen, «leider». Der Bundesrat hat sein Regiment, die Abteilung Presse und Funkspruch (APF), abgeschafft. Der Sprachwissenschafter war dort für die Beschaffung von Informationen eingeteilt. Was immer auf Urdu, Hindi, Punjabi, Englisch, Französisch und Italienisch über den Äther lief, Bajwa übersetzte es für den Bundesrat und sorgte damit für die Sicherheit der Schweiz in Kriegszeiten. In der APF gab es überdurchschnittlich viele Muslime. «Die Schweiz hat von unseren Sprachkenntnissen profitiert. Und trotzdem: Die Loyalität der muslimischen Soldaten zur Schweiz wurde oft angezweifelt.» Die Frage sei oft gewesen, ob er im Ernstfall auf einen terroristischen Islamisten - seinen Glaubensbruder - schiessen würde. «Dieser falsche Vorwurf war hart zu ertragen.»

«Diese Zweifel haben weniger mit Misstrauen als vielmehr mit Unwissenheit zu tun», ist Bajwa überzeugt und ärgert sich über die «so genannten Islamwissenschafter und -spezialisten», die aus dem Boden schiessen würden, wenn das Thema in den Medien wieder gefragt sei. «Jeder, der drei Wochen in der Türkei in den Ferien war, fühlt sich als Islamkenner», ärgert sich der sonst sanfte Mann. «Ich merke aber, dass die Schweizer sehr viel differenzierter über den Islam denken, als dies in den Medien widerspiegelt wird.» Dies hänge damit zusammen, dass die Mehrheit der Moslems, die in der Schweiz leben, selbst auch moderat seien und sich gut integrieren würden. «Ich habe keine Probleme, mich als Muslim an Schweizer Gesetze zu halten - als Töfffahrer schon eher», sagt er schmunzelnd.

«Schade, habe ich meinen Helm heute nicht dabei», sagt Bajwa plötzlich. Er könne damit so gut symbolisieren, wie in der Schweiz verschiedene Kulturen unter einen Hut - oder eben Helm - passen würden. «So ist es auch in der christlichen Kirche und im Islam.» Die Einheit des Islam, «so wie sie immer gepredigt wird», gebe es aber nicht. Gerade in der Schweiz sei der Kontakt zwischen den verschiedenen Richtungen des Islam eher gering, «auch wenn die verschiedenen Zentren ganz nah beieinander liegen». Bajwa befürwortet deshalb die Idee eines Vereins der moderaten Muslime in der Schweiz (siehe Kästchen). Somit könne man gemeinsam nach Aussen auftreten. Gegen die Unwissenheit und Schwarzweissmalerei.

Quelle: Aargauer Zeitung, 17.12.2004